2014: «Arsen und Spitzenhäubchen»

Regie: Dalit Bloch
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Fotografie (Die Siebtelbauern, Tanz mit Vampire, Arsen und Spitzenhäubchen), Janick Zebrowski: Website und Website

Presseartikel (PDF-Datei) zu Arsen und Spitzenhäubchen: Birsigtalbote

Angaben zum Theaterstück «Arsen und Spitzenhäubchen»

Flyer «Arsen und Spitzenhäubchen» als pdf-datei (530 KiB)

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Presseartikel zu «Arsen und Spitzenhäubchen»

BiBo, 17. April 2014: Arsen und Spitzenhäubchen

Screenshot des Birsigtal-Boten vom 17 . April 2014

Freies Theater Therwil spielt «Arsen und Spitzenhäubchen»

Unter der Leitung der renommierten Theaterregisseurin Dalit Bloch inszeniert das Freie Theater Therwil (FFT) in diesem Jahr Joseph Kesselrings weltbekannte Krimikomödie «Arsen und Spitzenhäubchen». Premiere ist am Freitag, den 2. Mai, in der Mehrzweckhalle Therwil.

BiBo weist immer wieder darauf hin, dass das Gute (oder darf man sogar «Das Beste» sagen?) vor der Haustüre liegt respektive stattfindet. Vor einigen Wochen haben wir über die Theatergruppe Oberwil berichtet, welche vom 4. April bis am letzten Sonntag im «Sprützehüsli» das Stück «Schloss Gripsholm» von Kurt Tucholsky aufgeführt hat. Mit grossem Erfolg.

Aber auch die Therwilerinnen und Therwiler können zu Hause feinste Theaterkost geniessen. Dafür garantiert das «Freie Theater Therwil», das sich über die Kommunalgrenzen einen Namen gemacht hat. Der Verein ist im Jahre 2010 gegründet worden. FTT ist die Fortsetzung einer langen Laientheatertradition in Therwil. Zuerst unter dem Namen «Szene 99» und später unter dem Namen «neue Szene 99» wurden die jeweiligen Produktionen von der Kulturpalette Therwil mitgetragen. Diese unterstützte, neben dem personellen Einsatz beim Catering und Ticketing, die jeweiligen Produktionen mit einer Defizitgarantie. Im Jahre 2009 entschieden sich alle Beteiligten, dass die Theatergruppe autonom – losgelöst vom Verein Kulturpalette Therwil – agieren soll. Der Verein «Freies Theater Therwil» wurde ins Leben gerufen. Das Ensemble ist nach wie vor dasselbe geblieben. Einige davon sind seit über zehn Jahren dabei!

Ziel und Aufgabe des Vereins ist, Laientheater mit hohem Niveau zu produzieren. Die Stückwahl wird gemeinsam im Ensemble besprochen und entschieden. Es wird darauf Wert gelegt, dass verschiedene und unterschiedliche Theaterformen und Inhalte gezeigt werden. So hatte nach einem klassischen Stück wie «Der Sommernachtstraum» von Shakespeare auch das Bauerndrama «Die Siebtelbauern» Platz im Repertoire.

Nach der Groteske «Tanz mit Vampiren» zeigte das Ensemble in der letzten Saison das Sozialdrama «Glaube, Liebe, Hoffnung». Mit der Schauerkomödie «Arsen und Spitzenhäubchen» beweist das FTT nun einmal mehr seine kreative Vielfalt. BiBo will und darf über das Stück nicht allzu viel verraten. Dennoch – wir erlauben uns, in Kürze das Stück zu beschreiben: Brooklyn – New York, die 1930er-Jahre: die Schwestern Martha und Abby Brewster sind zwei reizende ältere Damen, die keinem Menschen ein Haar krümmen könnten. Sie kümmern sich rührend um ihren offensichtlich verrückten Neffen Teddy, der sich selbst für Präsident Theodore Roosevelt hält und der zum Leidwesen der gesamten Nachbarschaft unermüdlich auf seiner Trompete zum Angriff bläst.

Abby und Marthas Teestunden sind berühmt, ihr Gebäck und ihr selbstgemachter Holunderwein nicht minder. Jeder geniesst die Gastfreundschaft der liebenswerten Damen: ihr Nachbar, der Pfarrer Harper, die Polizisten von Brooklyn und selbst ihr zweiter Neffe, der bekannte Theaterkritiker Mortimer Brewster, zugleich Teddys Bruder, freut sich immer auf ein Wiedersehen mit seinen liebenswerten Tanten. Seit sich Mortimer in die Pfarrerstochter Elaine Harper verliebt hat, schwebt er im siebten Himmel und geht nun täglich im benachbarten Haus der Tanten ein und aus. Doch als Mortimer eines Tages in das friedliche Wohnhaus der beiden Tanten zurückkehrt, um von seiner Hochzeit mit Elaine zu berichten, macht er dort eine entsetzliche Entdeckung: In der Truhe beim Fenster liegt eine Leiche versteckt. Und als wäre das alles noch nicht genug, taucht plötzlich der dritte Brewster-Neffe, Mortimers und Teddys lang verschollener Bruder Jonathan, mit Dr. Einstein im Haus der Tanten auf. Überraschende Wendungen und eine sich dauernd überbietende Situationskomik voll schwarzen Humors sorgen für anhaltende Spannung bis zum fulminanten Happy-End.

Wir sind sicher, dass die Aufführungen in der Mehrzweckhalle die verdiente Reverenz, nicht nur der 99er, erhalten werden.
Georges Küng

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